FAQ Meeresleuchten
Alles was du wissen musst
Alles was du wissen musst
Packe die Algen nach der Ankunft unbedingt schnellstmöglich aus. Sie sind nicht lagerfähig und dürfen nicht über längere Zeit im Karton oder in dunklen Verpackungen verbleiben.
Es kann sein, dass sie in ihrem Biorhythmus durch den Transport durcheinander geraten sind und in den ersten Tagen bis Wochen nicht (richtig) leuchten.
Siehe: „Warum leuchten frisch gelieferte Algen nicht oder kaum?“
Stelle sie warm (20–25 °C), damit sie wieder auf Zimmertemperatur kommen können – aber nicht auf die Heizung. Keine zu schnelle "Schock-Erhitzung"!
Halte dich bitte unbedingt an die Anweisungen auf dieser Seite und gib ihnen Zeit, sich zu erholen und in ihren natürlichen Rhythmus zurückzufinden.
Da es sich um lebende Mikroorganismen handelt, bewege sie zu Beginn nach Anbruch der Dunkelheit nur vorsichtig, bis sie sich stabilisiert haben und wieder kräftig leuchten.
Pyrocystis lunula sind einzellige Meeresalgen - auch Dinoflagellaten genannt. Sie sind bekannt für ihre faszinierende Fähigkeit, im Dunkeln zu leuchten. Das nennt man dann Biolumineszenz.
Sie sind relativ groß, ungiftig und leben photoautotroph, das heißt sie brauchen Licht und Nährstoffe um zu überleben und zu wachsen.
Eines vorweg: Dinoflagellaten sind kein Deko-Objekt. Du siehst tagsüber nur die Flasche mit Wasser, da die Leuchtalgen so klein sind, dass du sie nicht mit dem bloßen Auge erkennen wirst.
Wer sich auf die Pflege und den Rhythmus der Dinoflagellaten einlässt, wird mit einem einzigartigen Naturerlebnis belohnt. Alles was du dazu wissen musst, kannst du hier in den FAQ nachlesen.
Ich biete dir hier saubere, qualitativ hochwertige Kulturen an. Es liegt bei dir, nach dem Versand die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit die Dinoflagellaten bei dir leuchten.
Dieses Produkt enthält lebende Organismen und ist daher kein klassisches Lager- oder Überraschungsgeschenk.
Leuchtalgen müssen unmittelbar nach Erhalt:
Eine längere Lagerung im Karton, in Geschenkverpackungen oder ohne Licht kann die Kultur dauerhaft schädigen oder gar umbringen!
💡 Mein Tipp:
Wenn du Leuchtalgen verschenken möchtest, überreiche das Geschenk direkt nach der Lieferung (sie müssen sich sonst auch 2x an einen neuen Standort gewöhnen!) oder verschenke alternativ einen Gutschein.
Packe die Algen nach der Ankunft möglichst schnell aus. Es kann sein, dass sie in ihrem Biorhythmus durch den Transport in einem dunklen Karton, über Tage hinweg - und mit viel Bewegung - völlig durcheinander gekommen sind und in den ersten Tagen oder gar Wochen nicht richtig oder sogar garnicht leuchten! Je länger der Versand gedauert hat, desto stärker sind die verstört worden.
Halte dich einfach an die Anweisungen z.B. unter Wie lade ich das Meeresleuchten am Besten auf? und gib ihnen Zeit, bis sie sich erholt und in ihren natürlichen Rhythmus zurückgefunden haben. Da es sich um Kleinslebewesen handelt, bewege sie zu Anfang nach Anbruch der Dunkelheit eher vorsichtig oder 4-5 Tage garnicht, bis sie sich erholt haben, sonst verpulverst du ihre frische Energie direkt wieder. Nach ihrer Regenerationsphase werden sie wieder kräftig und munter leuchten.
Erst einmal NICHT füttern, bis sie wieder kräftiger leuchten. Hört sich jetzt vielleicht verrückt an, aber zu viel Nahrung kann sie tatsächlich umbringen, während sie mit unglaublich wenig Nahrung gut klar kommen.
Leuchtalgen leuchten nicht dauerhaft! Das Leuchten entsteht nur, wenn die Zellen tagsüber genügend Energie aufbauen und sich nachts im richtigen Rhythmus befinden. Man kann sie nicht "aufladen", aber für optimale Bedingen sorgen, unter denen sie ihr Leuchtpotenzial entfalten.
Stelle die Flasche tagsüber hell - aber wegen Überhitzungsgefahr nicht ins direkte Sonnenlicht. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, sie rund 1,5m von einem Süd-Fenster entfernt aufzustellen.
Sie lieben eine Lichtdauer von 8-12 Stunden Tageslicht. Um so gleichbleibender ihre Lichtzeit ist, desto besser können sie einen Tag-Nacht-Rhythmus herstellen.
Man kann künstliches Licht einsetzen. Bitte lies dazu unbedingt den Punkt: "LED, Pflanzlampe oder Aquarienlame - Künstliches Licht, ja oder nein?"
Nicht ausreichend sind wechselnde Lichtzeiten, nur abendliche Zimmerbeleuchtung oder zu dunkle Räume.
Leuchtalgen brauchen eine echte Nacht. Also 12 - 14 Stunden vollständige Dunkelheit.
Kein Lampenlicht, keinen Fernseher, kein indirektes Raumlicht. Schon schwaches Dauerlicht (Straßenlaterne von draußen) oder eine Mini-Standby-LED-Lampe in der Nähe, kann das Leuchten komplett unterdrücken.
Extra Tipp: Manche stellen ihre Dinoflagellaten auch abends in eine dunkle Box, damit sie nicht künstlich beleuchtet werden können (z.B. durch den Fernseher, Deckenleuchten, etc.). Das sollte dann aber dann immer zur gleichen Zeit geschehen... und man muss morgens daran denken sie zu befreien, sonst hat man den "Versand-Effekt".
Du ahnst es nach der obigen Beschreibung bestimmt schon, ein fester Rhythmus ist alles. Also jeden Tag ähnliche Zeiten, nicht den Standort zu wechseln und auch, sie tagsüber nicht zu bewegen/ erschüttern. Nach dem Versand kann es bis zu 4 Wochen dauern, bis sich der neue Rhythmus einpendelt.
Rund 1-2 Stunden nachdem "die Sonne bei dir Zuhause" untergegangen ist, kannst du die Flasche sanft schütteln und das Meeresleuchten bewundern.
Außerdem leuchten die Algen besonders gerne bei Zimmertemperaturen zwischen 20-25 °C, da sie in warmen Gewässern beheimatet sind.
Alles darüber hinaus bedeutet Stress für sie und das Leuchten wird unterdrückt, da sie ihre Energie zum Überleben einsetzen müssen.
Deshalb bitte NICHT:
Die Flasche (wenn du sie z.B. auffüllst), sollte nie randvoll sein und auch nie halb leer. Ein leichter Kopfraum von 1-2 cm ist ideal. Bitte nicht in die Flasche pusten, um sie "zu belüften" und auch keine Aquarien-Belüftung nutzen. Du kannst sie zum Belüften, falls du das Gefühl hast, dass ihnen Sauerstoff fehlt, einmal in ein größeres Gefäß umgießen und danach wieder zurück. Gönne ihnen danach aber bitte eine kleine Auszeit. Leuchtalgen mögen Ruhe.
Die Dinoflagellaten können ihr Leuchten unterdrücken, wenn sie zu stark und häufig bewegt werden. Hört sich komisch an, weil man ja davon ausgeht, dass se im Meer und der Brandung permanent durchgeschüttelt werden. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass sich die Bewegung im Meer von der in einer Flasche unterscheidet.
In der Brandung wird jede Zelle nur kurz und selten "mechanisch" gereizt. Danach ist wieder Ruhe. Sie bekommen unendlich viel Sauerstoff und leben nicht einer geschlossenen Umgebung. Und es sind Milliarden Zellen, verteilt auf rieeeesige Wassermengen. Das Leuchten entsteht punktuell und kurzzeitig, nicht dauerhaft.
In einer Flasche werden alle Zellen gleichzeitig bewegt. Sie können nicht ausweichen, haben keinen "Verdünnungseffekt" und auch nur begrenzten Sauerstoff. Deshalb wird dieser Stress und das "Stressleuchten" so viel stärker auf sie. Häufiges Schütteln bedeutet für sie einen enorm hohen Energieverbrauch und zum Überlebens-Schutz können sie diesen Effekt abschalten.
Wichtig zu verstehen: Das Leuchten ist keine fröhliche Aktivität, sondern eine Stressreaktion.
Also wenn du sie mehrmals hintereinander kräftig schüttelst oder auch tagsüber bewegst, ist das nicht gut für sie und sie können das Leuchten komplett unterdrücken.
Bitte nur sehr sparsam füttern, 1-2 Tropfen auf die gesamte Flasche alle 10-14 Tage. Niemals "auf Verdacht" nachfüttern.
Das sichtbare Meeresleuchten entsteht nicht durch einzelne Zellen, sondern durch das gemeinsame Reagieren vieler Leuchtalgen gleichzeitig.
Wie intensiv das Leuchten wirkt, hängt deshalb davon ab, wie viele Zellen im Moment gleichzeitig reagieren – nicht davon, ob „genug“ Algen vorhanden sind.
Es ist normal, dass gesunde Kulturen zeitweise unterhalb der sichtbaren Leuchtschwelle liegen und dann kaum oder gar nicht leuchten, obwohl die Algen weiterhin leben.
In solchen Phasen teilen sich die Zellen langsam weiter und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder sichtbar leuchten. (Siehe "Was bedeutet Ruhe-Phase bei Leuchtalgen?"
Grundsätzlich gilt:
Leuchtalgen benötigen KEIN künstliches Licht, wenn sie tagsüber ausreichend indirektes Tageslicht erhalten.
In dunklen Räumen oder in den Wintermonaten kann eine Lampe vorsichtig unterstützend eingesetzt werden.
Wenn eine Lampe verwendet wird, muss sie folgende Kriterien erfüllen:
Dinoflagellaten sind keine Zimmerpflanzen und auch keine normalen Aquarienpflanzen!
Faustregel: Das Licht sollte deutlich schwächer sein als eine Schreibtischlampe.
Zu starkes oder falsches Licht kann den natürlichen Rhythmus stören und dazu führen, dass die Algen schwächer oder gar nicht leuchten.
Wenn die Lampe hell genug, um ein Buch zu lesen, aber nicht so hell wie eine Arbeitslampe ist, sollte es gehen. Wenn du denkst: „Das ist aber dunkel!“ → perfekt!
Leuchtalgen (Dinoflagellaten) leuchten nicht zu jeder Zeit, sondern folgen einem inneren biologischen Tag-Nacht-Rhythmus.
Sie beginnen nur dann zu leuchten, wenn für sie „Nacht“ ist – unabhängig davon, wie spät es draußen ist.
Die Biolumineszenz setzt erst nach einer längeren Dunkelphase ein, in der die Algen „Nacht“ wahrnehmen.
Wichtig ist dabei:
Erst etwa 1–2 Stunden nach Beginn der vollständigen Dunkelheit sind die Zellen bereit zu leuchten.
Auch wenn du die Flasche tagsüber in einen dunklen Raum bringst, leuchten die Algen nicht. Ihr innerer Rhythmus ist bereits auf „Tag“ eingestellt – dieser lässt sich nicht kurzfristig umschalten.
In der dunklen Jahreszeit kann sich der innere Tag-Nacht-Rhythmus von Leuchtalgen verschieben.
Durch kürzere Tage, künstliches Licht und veränderte Lichtzeiten leuchten viele Kulturen nicht am frühen Abend, sondern erst deutlich später in der Nacht.
Aktuell zeigen meine eigenen Kulturen ihr stärkstes Leuchten häufig zwischen ca. 2 und 5 Uhr nachts, nach einer längeren ungestörten Dunkelphase.
Wenn deine Leuchtalgen abends kaum oder gar nicht leuchten, bedeutet das nicht, dass sie geschädigt sind.
Versuche es stattdessen einmal später in der Nacht – zum Beispiel, wenn du ohnehin kurz wach wirst.
In der Natur tritt das Meeresleuchten dieser Art vor allem im Sommer auf, wenn lange, gleichmäßige Lichttage herrschen.
Zu Hause müssen diese Bedingungen erst nachgeahmt werden – besonders im Herbst und Winter kann das einige Zeit dauern.
Leuchten entsteht nur bei sanfter, kurzer Bewegung (Schütteln). Zu langes oder starkes Schütteln verbraucht viel Energie – das Leuchten lässt dann nach, weil die Zellen sich verausgaben und anschließend Zeit zur Regeneration brauchen.
Wenn das passiert:
Leuchtalgen sind lebende, einzellige Organismen – ein achtsamer Umgang ist entscheidend.
Nein - die Flasche ist nicht leer. Dinoflagellaten sind mikroskopisch kleine, transparente Einzeller. Bei Tageslicht sehen sie nicht grün, nicht trüb oder flockig aus - das Wasser kann völlig klar erscheinen. Das ist normal und ein Zeichen für eine gesunde, saubere Kultur.
Viele Menschen erwarten sichtbare Algen oder einen Bodensatz, das trifft jedoch nicht auf Leuchtalgen zu.
Selbst bei "Überfüllung" sieht man keine einzelnen Partikel, sondern weiterhin klares Wasser.
Trübes Wasser, grüne Flocken oder ein trüber Bodensatz sind kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis auf Überfütterung, Kontaminierung (andere Algen, Bakterien) oder abgestorbene Zellen.
Selbst bei "Überfüllung" sieht man keine einzelnen Partikel, sondern weiterhin klares Wasser.
Nein. Ich züchte direkt in den runden Flaschen und fülle nicht ab. Eine Kultur die von mir verschickt wird ist vorher
Du bekommst also eine stabile Kultur. Es ist also normal, dass du tagsüber nichts siehst. Siehst du kleine Staubpunkte im Wasser sind das keine Dinoflagellaten, sondern Partikel wie Salz, Mineralflocken oder Staub.
Es handelt sich um Lebewesen, die empfindlich auf ihre Umgebung reagieren können.
Das sichtbare Meeresleuchten entsteht nicht durch einzelne Zellen, sondern durch das gemeinsame Reagieren vieler Leuchtalgen gleichzeitig.
Wie intensiv das Leuchten wirkt, hängt deshalb davon ab, wie viele Zellen im Moment gleichzeitig reagieren – nicht davon, ob „genug“ Algen vorhanden sind.
Es ist normal, dass gesunde Kulturen zeitweise unterhalb der sichtbaren Leuchtschwelle liegen und dann kaum oder gar nicht leuchten, obwohl die Algen weiterhin leben. (Siehe "Was bedeutet Ruhe-Phase bei Leuchtalgen?")
In solchen Phasen teilen sich die Zellen langsam weiter und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder sichtbar leuchten.
Eine geringere sichtbare Leuchtstärke bedeutet nicht, dass zu wenige Algen vorhanden sind oder dass mit der Kultur etwas nicht stimmt. Es heißt nur, dass nicht alle gleichzeitig reagieren oder alle in Ruhephase sind. (Vergleiche am Besten selbst: "Anleitung - Mache selbst einen Check-Up" )
Ohne ausreichendes Licht können Leuchtalgen nachts kein Leuchten erzeugen.
Fehler: zu dunkler Standort, nur spärliches Winterlicht, nur Zimmerbeleuchtung
Richtig: 8-12 Stunden helles Tageslicht
Leuchtalgen brauchen zusätzlich zu der Lichtphase eine dunkle Nacht, also einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus.
Fehler: Raumlicht, Fernseher, Nachtlicht, Standby-LEDs
Richtig: 12-14 Stunden vollständige Dunkelheit
Tipp: In der dunklen Jahreszeit, wenn du zu lange künstliches Licht an hast, kannst du sie abends in einer Box oder einem Schrank dunkel stellen. Vergiss nur nicht, sie morgens wieder heraus zu holen. Am Besten immer zur gleichen Zeit...
Sehr häufiges Schütteln (auch tagsüber) unterdrückt das Leuchten, weil sie sich verausgaben.
Fehler: mehrmals täglich testen, starkes Schütteln
Richtig: nur nachts testen, 1-2 Mal
Mehr Nahrung bedeutet nicht mehr Leuchten, im Gegenteil. Du darfst das Futter nie überdosieren, das bringt das Wasser zum kippen und bringt die kleinen Dinoflagellaten um.
Fehler: Zu viel füttern, falsches Futter
Richtig: 1-2 Tropfen alle 7-14 Tage oder seltener
Die Leucht-Lebewesen brauchen Zeit, um sich neu einzupendeln.
Fehler: tägliches Eingreifen, ständiges Umstellen, tagsüber bewegen, nachts ständig schütteln um zu schauen, ob da was kommt
Richtig: fester Rhythmus, Ruhe, Geduld
Bei einer lebenden Kultur:
In diesem Fall besteht eine sehr hohe Chance, dass das Leuchten zurückkehrt. Hier hilft leider nur Geduld, viel Ruhe für die Kultur, ein ruhiger Standort sowie feste Licht-Dunkel-Zeiten. Viele Kulturen beginnen dann plötzlich wieder zu leuchten, auch nach mehreren Wochen Pause.
Bitte nicht:
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Wenn deine Flasche klar aussieht wie links, ist sie in der Regel gesund - auch wenn sie (noch) nicht leuchtet.
Gesund / unauffällig:
👉 Helle Krümel oder Körnchen sind häufig mineralische Ausfällungen (z. B. Salz) und kein Anzeichen für Tod.
Auffällig:
Normal:
Nicht normal:
Ein unangenehmer Geruch ist ein deutliches Warnsignal.
Stabile Klarheit ist ein gutes Zeichen – auch ohne Leuchten.
✔️ Klar + geruchlos = meist lebendig
❌ Trüb + Geruch + Flocken = Handlungsbedarf (Wasser austauschen! Nicht füttern!)
Wenn du unsicher bist, schicke mir ein Foto bei Tageslicht.
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Eine Ruhephase ist ein vollkommen natürlicher Zustand bei Dinoflagellaten und findet auch in der Natur ganz selbstverständlich statt. Leuchtalgen (Dinoflagellaten) sind, wie du weißt, lebende, einzellige Meeresorganismen. Wie viele natürliche Lebewesen durchlaufen sie Phasen mit hoher Aktivität – und Phasen mit geringer Aktivität, die man als Ruhephase bezeichnen kann. In dieser Zeit leben die Zellen weiter, zeigen jedoch kein oder nur ein kaum sichtbares Leuchten.
Das bedeutet:
Auch im Meer sind die Algen da – man sieht sie nur nicht immer leuchten.(Sonst wäre es auch nicht so besonders, das Meeresleuchten in Natura zu beobachten.)
Zu Hause versuchen wir, optimale Bedingungen nachzuahmen. Das gelingt oft sehr gut – manchmal aber mit zeitlicher Verzögerung. Es ist trotzdem sehr anstrengend für die Kulturen plötzlich "permanent" Leuchten zu müssen. Sie brauchen Regenerationsphasen.
Eine Ruhephase kann z. B. ausgelöst werden durch:
Wichtig:
👉 Auch mehrere Wochen ohne Leuchten sind biologisch möglich, ohne dass die Kultur geschädigt ist.
In einer Ruhephase:
👉 Nicht-Leuchten allein ist kein Zeichen für Tod.
Ein Ausbleiben des Leuchtens über mehrere Wochen ist kein verlässlicher Hinweis darauf, dass eine Leuchtalgen-Kultur abgestorben ist.
Das sichtbare Meeresleuchten entsteht nicht durch einzelne Zellen, sondern durch das gemeinsame Reagieren vieler Leuchtalgen gleichzeitig.
Wie intensiv das Leuchten wirkt, hängt deshalb davon ab, wie viele Zellen im Moment gleichzeitig reagieren – nicht davon, ob „genug“ Algen vorhanden sind.
Es ist normal, dass gesunde Kulturen zeitweise unterhalb der sichtbaren Leuchtschwelle liegen und dann kaum oder gar nicht leuchten, obwohl die Algen weiterhin leben.
In solchen Phasen teilen sich die Zellen langsam weiter und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder sichtbar leuchten.
Das ist individuell verschieden:
In vielen Fällen setzt das Leuchten plötzlich wieder ein, ohne dass aktiv etwas verändert wurde.
Weniger Eingriffe = Eine bessere Erholung.
Eine tote Kultur zeigt fast immer:
Bleibt das Wasser klar, geruchlos und ohne Flocken, spricht das biologisch klar gegen eine abgestorbene Kultur.
Eine abgestorbene Dinoflagellaten-Kultur lässt sich relativ eindeutig erkennen. Nicht-Leuchten allein bedeutet nicht, dass die Kultur tot ist.
Eine Kultur gilt als sehr wahrscheinlich abgestorben, wenn mehrere Punkte hiervon zutreffen:
Erst in Kombination mit den oben genannten Punkten ist es ein echtes Warnsignal, wenn sie dann über mehrere Wochen nicht leuchten. Und das, obwohl du den Licht-Dunkel-Rhythmus korrekt hergestellt, für richtige Temperaturen gesorgt und sie auch nicht überfüttert hast.
Leuchtalgen können leider tot aussehen, bzw. sich tot stellen, obwohl sie leben.
Die Leuchtfähigkeit hängt immer ab von:
👉 Eine lebende Kultur kann wochenlang nicht leuchten.
👉 Eine fast tote Kultur kann kurzfristig noch intensiv leuchten.
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Wenn deine Flasche klar aussieht wie links, ist sie in der Regel gesund - auch wenn sie (noch) nicht leuchtet.
Wenn eine Leuchtalgen-Kultur tatsächlich abstirbt, zeigen sich fast immer deutliche Veränderungen im Wasser, zum Beispiel:
– Trübung
– flockiger oder schleimiger Bodensatz
– Verfärbungen
– oder ein unangenehmer Geruch
Bleibt das Wasser klar, geruchlos und ohne flockige Ablagerungen, spricht dies biologisch für lebende, ruhende oder sehr fein verteilte Zellen – nicht für eine vollständig abgestorbene Kultur.
Da jede Kultur vor dem Versand nachts auf Leuchtkraft geprüft wird, ist ein vollständiger Absterben ohne sichtbare Folgeerscheinungen praktisch ausgeschlossen.
Wichtig:
Nicht-Leuchten allein ist kein Hinweis auf Tod.
Leuchtalgen sind bei Tageslicht unsichtbar und können über längere Zeit in einer Ruhephase bleiben, ohne dass sich ihr Zustand optisch verändert.
Kurz gesagt:
Eine wirklich tote Kultur zeigt fast immer sichtbare oder riechbare Veränderungen.
Eine klare Flasche ist in der Regel nicht tot, auch wenn sie (noch) nicht leuchtet.
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Weiße Krümel auf dem Boden der Flasche sind keine toten Dinoflagellaten sondern mineralische Ablagerungen des Meerwassers. Manchmal bilden sich kleine Salzkristalle, die sich auf dem Boden der Flasche ablagern. Diese stören die Dinoflagellaten und das Leuchten nicht.
Möchtest du sie aus optischen Gründen loswerden, kannst du die Flasche einige Tage stehen lassen, damit sich alles setzt. Die Dinoflagellaten schwimmen im oberen Teil - sie liegen nicht bewegungslos auf dem Boden herum. Du kannst die Flasche also einmal langsam und vorsichtig in ein anderes Gefäß umfüllen, dann die Mini-Pfütze Bodensatz mit den schweren Salzkristallen in den Abfluss gießen, die Flasche ggf. noch einmal kurz ausspülen und abtropfen lassen und dann die Kultur zurück in die Flasche füllen.
So lange du dich gut um deine Dinoflagellaten kümmerst, können sie ewig weiter wachsen und leben. Hierfür solltest du dich nach den hier beschriebenen Anweisungen gut um sie kümmern und sie mit der entsprechenden Nährstofflösung versorgen, sowie bei Bedarf das Wasser anteilig austauschen oder die Kultur teilen und frisches Meerwasser aufgießen.
Nein, sie sind für Menschen nicht giftig oder gefährlich. Ihre Biolumineszenz ist ein ganz natürlicher Prozess.
Allerdings sind sie nicht zum Verzehr geeignet!
Sollte es vorkommen, dass zum Beispiel ein Kind an die Flasche gelangt und den Inhalt trinkt, besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Allerdings kann das Trinken von Meerwasser selbst zu gesundheitlichen Problemen führen, da es Salz und noch andere Mikroorganismen enthält, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind. So kann es dann zu Übelkeit und Unwohlsein kommen - in diesem Falle sollte man sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.
Leuchtalgen lassen sich auch tagsüber für Bildungszwecke einsetzen, z. B. um Kindern oder Jugendlichen das Thema Biolumineszenz und Meeresleuchten näherzubringen.
Dafür ist jedoch etwas Vorbereitung nötig, da Leuchtalgen an einen festen Tag-Nacht-Rhythmus gebunden sind.
Um das Leuchten tagsüber sichtbar zu machen, kann der natürliche Rhythmus behutsam angepasst werden.
Dunkelphase (tagsüber):
Hellphase (nachts):
Wenn zusätzliches Licht nötig ist:
Die Beleuchtung dient ausschließlich dazu, den Tagesrhythmus vorzutäuschen, nicht um Wachstum zu erzwingen.
Bitte lies vorher den Beitrag: "LED, Pflanzlampe oder Aquarienlame - Künstliches Licht, ja oder nein?"
Für eine Vorführung:
Bitte beachten:
Leuchten ist ein biologischer Prozess, keine Garantie – Intensität und Dauer können variieren.
Nach dem Einsatz sollten die Leuchtalgen:
So bleiben sie langfristig stabil und gesund.
Das Umdrehen des Rhythmus ist eine Ausnahme für Bildungszwecke und sollte nicht regelmäßig durchgeführt werden.
Zu häufige Rhythmuswechsel können die Kultur schwächen.
Du solltest alle 2-4 Wochen füttern, indem du pro 250ml Flasche 1 Tropfen Nährstofflösung hinzugibst. Die Nahrung ist mehrere Monate haltbar. Wenn das Wasser trüb wird oder die Dinoflagellaten nicht mehr leuchten, hast du zu viel gefüttert!
Dosierung: Ca. 1 Tropfen auf deine Flasche Algenkultur, alle 2-4 Wochen. Weniger ist mehr! Du kannst lieber über Wochen nicht füttern, als sie zu viel zu füttern!
Lagerung: Im Kühlschrank mehrere Monate haltbar
Wasserwechsel: Bei Bedarf (siehe Anleitung zum Wasser-Austausch)
Beobachtung: Wenn das Wasser trüb wird oder die Algen nicht mehr leuchten, weniger füttern!
WICHTIG: Wenn du regelmäßig fütterst, deine Kultur aber nicht intensiv leuchtet und "aus allen Nähten platzt", kann das vorhandene Futter im Wasser zu viel für deine Dinoflagellaten sein. Es ist, als würdest du dann Futter hinstellen für 12 Hunde, obwohl du nur einen Hund hast. In diesem Falle füttere erst einmal für längere Zeit NICHT, bis sie sich wieder erholt haben.
Ja, das geht. Hier ist eine genaue Anleitung:
Leuchtet sie nach Schwenken im Dunkeln hell und intensiv? → Dann ist sie bereit zur Teilung.
Denke daran, dass du die neuen Flaschen vorab immer sterilisieren musst. (Mit heißem Wasser ausspülen und abkühlen lassen.)
Teile die Kultur, indem du die Flüssigkeit einmal gut schüttelst und dann die Hälfte in eine neue Flasche umfüllst.
Da die Dinoflagellaten nun wieder frisches, steriles Meerwasser und Nährstoffe für neues Wachstum brauchen, füllst du die Flasche mit Instant Meer auf. Die Lösung dafür kannst du ebenfalls hier kaufen oder du setzt das Meerwasser selbst an (Zutaten dafür findest du im Aquaristik-Bedarf).
Nun musst du warten und die Meeresleucht-Tierchen gut pflegen. Sie brauchen 8-12 h Licht täglich (z. B. 1-2m vom Fenster entfernt oder mit LED-Timer). Zudem solltest du sie 1–2x pro Tag sanft schwenken. Nachts solltest du sie immer Dunkel stellen, sie folgen einem Tag-Nacht-Rhythmus und brauchen diesen für ihr Wachstum. Das Leuchtalgen-Futter fügst du erst nach 2 Wochen wieder wie üblich hinzu, sonst droht Überfütterung und die Kultur stirbt. Hast du das Meerwasser selbst angesetzt, musst du direkt füttern. Bei
Du musst dringend das Wasser wechseln und zeitgleich weniger füttern. Wie du das Wasser wechselst liest du unter "ANLEITUNG ZUM WASSERWECHSEL"
Leuchtalgen (Dinoflagellaten) benötigen nur sehr selten einen Wasserwechsel.
Ein Austausch ist nur sinnvoll, wenn:
Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist nicht notwendig und kann die Kultur sogar schwächen.
In dieser Zeit:
Tausche maximal 20–50 % des Wassers aus
Mehr sollte nicht entfernt werden, da Dinoflagellaten sehr empfindlich auf Veränderungen reagieren.
Hinweis:
Es ist normal, dass das Leuchten vorübergehend schwächer wird.
Dinoflagellaten reagieren empfindlich auf Veränderungen und brauchen Zeit zur Anpassung.